Kredit für Selbständige ohne Einkommensnachweis – so ist es möglich!

Der Kredit für Selbständige ohne Einkommensnachweis ist begehrt, aber zweifellos sehr schwer zu bekommen. Das leuchtet ein, Kreditgeber wollen sich davon überzeugen, ob, mit welchen Raten und mit welchen Sicherheiten der Unternehmer sein Darlehen tilgen kann.

Die Gruppe der Gewerbetreibenden und Freiberufler benötigt aber manchmal dieses Darlehen in der Startphase eines Unternehmens. Dann liegt noch kein Einkommensnachweis vor, weil es noch nicht einmal die erste Steuerabrechnung gab. Einen Gehaltsnachweis, wie Sie etwa Beschäftigte und Angestellte erhalten, können Selbständige erst recht nicht nachweisen.

Wenn sich der Unternehmer als Kreditinteressent schon im zweiten Jahr seiner unternehmerischen Tätigkeit befindet und den ersten Steuerbescheid des Finanzamtes vorlegen kann, muss dieser nicht unbedingt ein hohes Einkommen belegen, weil in der Startphase nicht viel verdient wird. So viel zur schwierigen Ausgangslage.

Kredit für Selbständige ohne Einkommensnachweis
Bild: Depositphotos – Casual mature businessman @ phase4studios

Gibt es überhaupt ohne Einkommensnachweis einen Kredit?

Ja, ein Kredit für Selbständige ohne Nachweise ist möglich. Der einfachste Fall ergibt sich daraus, dass der Kreditnehmer eine sehr gute Sicherheit für das Darlehen anbietet, deren Wert auch noch die Kreditsumme deutlich übersteigt. So ist es durchaus üblich, auf ganz oder teilweise abbezahlte Eigenheime eine zusätzliche Hypothek in einer Höhe aufzunehmen, die deutlich unter dem schon bezahlten Wert der Immobilie liegt.

Ein Beispiel wäre ein komplett abbezahltes Eigenheim mit Grundstück mit einem Wert von 350.000 Euro, auf das der Kreditnehmer eine neue Hypothek von 50.000 Euro aufnimmt. Er besichert diese mit seinem Eigenheim. Diesen Kredit erhält er von verschiedenen Anbietern auch ohne Einkommensnachweis.

Falls er ihn nicht tilgen kann, verkauft der Kreditgeber die Immobilie. Selbst bei einer Zwangsversteigerung kann er mit einem Erlös um 50 % des tatsächlichen Wertes rechnen (häufig deutlich mehr), er würde also wesentlich mehr Erlös erzielen, als die Kreditsumme ausmacht.

Von diesem Erlös behält der Kreditgeber die ausstehende Kreditsumme ein, den Rest kann der Kreditnehmer erhalten. Für diesen war es natürlich ein sehr schlechtes Geschäft, denn er hat sein Haus für eine vergleichsweise kleine Summe verloren. Doch wenn ein Gründer unbedingt den Kredit für Selbständige ohne Einkommensnachweis aufnehmen möchte und eine Immobilie besitzt, könnte er so vorgehen. Eine andere Möglichkeit ergibt sich durch einen guten Bürgen.

Welche Bedeutung hat der Einkommensnachweis generell?

Kreditgeber verlangen in aller Regel einen Einkommensnachweis, auch bei selbständig Beschäftigten. Das betrifft vor allem den Standardfall, bei dem Arbeitnehmer mit festem Einkommen einen Kredit beantragen. Aus ihrem Gehaltsnachweis und weiteren Unterlagen wie den monatlichen finanziellen Verpflichtungen geht hervor, welche Tilgungsrate sie sich leisten könnten. Gleichzeitig dient das pfändbare Einkommen als Besicherung des Darlehens.

Gerade bei kleineren Krediten in vierstelliger bis niedriger fünfstellige Summe wird gern so vorgegangen. Bei Unternehmern und Freiberuflern gilt als Einkommensnachweis stets die Steuerabrechnung des Finanzamtes. Verlangt werden in der Regel die Steuerbescheide der letzten zwei bis drei Jahre (je nach Kreditgeber). Wer schon länger Gewerbetreibender oder Freiberufler ist und diese Steuerbescheide nicht vorlegen möchte, dürfte bei der Beantragung eines Darlehens Schwierigkeiten bekommen.

Der Kreditgeber wird vermuten, dass der Antragsteller viel zu wenig für eine Kreditaufnahme verdient. Es ergeben sich in solchen Fällen verschiedene Schwierigkeiten. Unter anderem lässt sich die Bonität des Kreditnehmers nur schwer beurteilen. Banken vergeben Kredite nach einer Standardbonitätsprüfung, zu der neben der Schufa-Abfrage auch der Einkommensnachweis gehört. Ohne diesen lehnen sie meistens die Kreditvergabe pauschal ab – ebenso wie bei einem negativen Schufa-Eintrag, so bagatellhaft dieser auch sein mag (nicht bezahlte Handyrechnung oder dergleichen).

Spezialanbieter kennen dieses Problem und vermitteln oftmals bei ausländischen Banken dennoch Kredite ohne Schufa und teilweise auch ohne Einkommensnachweis, wobei sie wie erwähnt hohe Sicherheiten und/oder Bürgschaften sowie hohe Zinsen verlangen.

Bedeutung der Bonität: Was ist das?

Die Bonität kennzeichnet die generelle Kreditwürdigkeit einer natürlichen oder juristischen Person. Letztere kann ein Unternehmen, ein Verein, eine Behörde oder auch ein staatliches Organ (Kommune, Bundesland, Staat) sein. Es handelt sich um die prinzipielle Fähigkeit, Schulden zu bedienen. Eine gute Bonität bedeutet für den Kreditgeber ein geringes Ausfallrisiko. Bestimmte Kriterien ermitteln anhand der vorhandenen und gespeichterten Daten die Bonität der Kreditnehmer.

Sie wird durchaus nicht nur nach dem Einkommen und den Verpflichtungen eines Kreditantragstellers ermittelt, sondern auch nach seinem finanziellen Verhalten in der Vergangenheit, das auch auf seine Zahlungswilligkeit schließen lässt. Es gibt nämlich (natürliche und juristische) Personen, die Schulden zwar bedienen können, jedoch dabei nachlässig sind und daher oft gemahnt, schlimmstenfalls sogar gelegentlich vollstreckt werden. Wer einen Kredit beantragt, sollte sich der Bedeutung seiner Bonität bewusst sein.

Der Begriff Bonität wird zwar alltäglich verwendet, weil er überall auftaucht – bei Kreditaufnahmen, Kontoeröffnungen, dem Abschluss von Mobilfunkverträgen oder der Ratenzahlungsvereinbarung im Versandhandel. Doch die meisten Menschen können den Begriff nicht richtig definieren. Daraus resultieren dann Irrtümer wie derjenige, dass man doch genug verdiene, um sich aktuell diesen gewünschten Kredit leisten zu können.

Was passiert bei negativen Einträgen?

Wenn aber die Schufa einen negativen Eintrag aufweist, weil die betreffende Person in jüngster Zeit mehrfach gemahnt oder gar vollstreckt werden musste, schmälert das die Bonität erheblich. Der neue Kreditgeber wird Zweifel an der Zahlungswilligkeit des Antragstellers haben – trotz eines guten Einkommens.

Der Kreditgeber verschafft sich aber auf verschiedene Art und Weise einen Eindruck von der Bonität eines Kreditantragstellers. Privatpersonen werden anders bewertet als Unternehmen oder staatliche Stellen. Bei Staaten beispielsweise geht man auch bei sehr hohen Schulden nicht unbedingt davon aus, dass sie komplett zahlungsunfähig werden, weil so ein Szenario nur sehr selten eintritt. Bei natürlichen Personen ist es niemals auszuschließen, bei Unternehmen hängt es stark von ihrer Struktur und Größe ab.

Die Bonitätsbewertung von Unternehmen kann sehr komplex sein, weil es gilt, nicht nur Vermögenswerte, Einkünfte, Verbindlichkeiten und Umsätze zu ermitteln und gegeneinander abzuwägen, sondern auch das Potenzial des Geschäftsmodells zu beurteilen. Doch generell werden bei natürlichen und juristischen Personen zwei Bestandteile der Bonität beurteilt: die Zahlungswilligkeit und das Zahlungsvermögen. Es ist interessant, diese beiden Aspekte im Detail zu betrachten.

Die Zahlungswilligkeit

Die Beurteilung der Zahlungswilligkeit behandelt die Frage, inwieweit der Kreditantragsteller in der Vergangenheit seine finanziellen Verpflichtungen bedient hat. Es wird also sein Zahlungsverhalten beurteilt. Zu untersuchende Aspekte bei einem Kredit für Selbständige ohne Einkommensnachweis können sein:

  • Hat der Kreditnehmer in der Vergangenheit seine Rechnungen immer pünktlich bezahlt?
  • Wurde er gemahnt oder vollstreckt?
  • Gab es Zahlungsschwierigkeiten bis zur eidesstattlichen Versicherung oder Insolvenz?
  • Wurden frühere Schulden komplett getilgt oder mussten sie erlassen werden? Wenn ja, warum?

Die Rückzahlungsfähigkeit

Dieser Teilaspekt beschreibt die aktuelle wirtschaftliche Fähigkeit eines potenziellen Kreditnehmers, seine künftigen Schulden zu bedienen. Dabei sind folgende Fragestellungen wichtig:

  • Wie sieht die Einnahmesituation aktuell aus?
  • Welches potenziell pfändbare Vermögen hat der Kreditantragsteller?
  • Welche regelmäßigen Ausgaben hat er?
  • Wie könnten sich diese Situationen künftig verändern?

Die Rolle der Auskunfteien

Die Bonität von Privatpersonen und Gewerbetreibenden oder Freiberuflern ermitteln immer Auskunfteien. Diese bewerten auch Unternehmen, doch je größer und komplexer eine Firma ist, desto eher benötigt sie ein Rating durch eine darauf spezialisierte Agentur.

Die Bonität von staatlichen Stellen und ganzen Staaten wird regelmäßig von Ratingagenturen bewertet. Für die Bonität eines Einzelunternehmers oder einer Privatperson genügt die Auskunft der Schufa oder ähnlicher Unternehmen wie Creditreform, Deltavista, Bürgel und Infoscore. Diese arbeiten wie folgt:

  • Kreditgeber, Banken und weitere Unternehmen mit langfristigen Verträgen melden sowohl Vertragsabschlüsse als auch Zahlungsschwierigkeiten ihrer Kunden an die Auskunfteien.
  • Die Auskunfteien übermitteln ihren Kunden – wiederum Kreditgeber, Banken, Telefongesellschaften, Versandhändler und Vermieter – Daten zum Zahlungsverhalten der Kunden.

Derselbe Kreditgeber, der Daten beispielsweise an die Schufa meldet, erhält von dieser auch Daten zu neuen Kunden. Auf diesem gegenseitigen Datenaustausch basiert das System der Bonitätsbewertung. Die Auskunfteien erheben für die Datenverarbeitung und -weitergabe Gebühren. Grundsätzlich kann jedermann mit einem berechtigten Interesse Kunde einer Auskunftei werden. Es kann auch jede Privatperson ihre eigenen Schufa-Daten abfragen – einmal jährlich kostenlos nach § 34 BDSG bzw. Art. 15 DSGVO – und auch kostenpflichtig mit einem Dauerzugang.

Bonitätseinstufung

Die Bonitätseinstufung der gespeicherten natürlichen und juristischen Personen erfolgt auf der Basis zweier Aspekte: Es werden Positiv- und Negativmerkmale zum Zahlungsverhalten ermittelt, außerdem errechnet die Auskunftei ein Scoring zur Ausfallwahrscheinlichkeit künftiger Forderungen. Die Rechenmodelle für das Scoring unterscheiden sich freilich. An dieser Stelle setzt eine häufige Kritik an Schufa & Co. an, denn es ist durchaus umstritten, welches Gewicht einzelne erhobene Daten für die Bonitätsbewertung haben sollen.

So könnte eine Person in der Vergangenheit Zahlungsschwierigkeiten gehabt haben, neuerdings aber ein sehr gutes Einkommen erzielen. In die Bonitätsbewertung fließen nun das frühere Zahlungsverhalten (Zahlungswilligkeit) und das aktuelle Zahlungsvermögen aufgrund des gegenwärtigen Einkommens ein. Welches Gewicht sollen beide Aspekte haben? Hat der Kreditantragsteller früher nur deshalb schlecht gezahlt, weil er nicht konnte? Oder ist es eine Person, die unabhängig von ihrem Einkommen immer schlecht zahlt?

In jedem Fall ist es schwierig, die Bonität zu beurteilen, wenn Daten über das Einkommen gar nicht vorliegen. Dennoch gibt es solche Bonitätsbewertungen, nämlich von der Schufa. Diese erfasst überhaupt keine Einkünfte. Wenn ein Kreditgeber von einem Kreditantragsteller Schufa-Daten einholt, erfährt er nur, inwieweit der Antragsteller früher seine Schulden bedient hat. Inwieweit er es künftig aufgrund seines Einkommens könnte, muss der Kreditgeber anhand weiterer Daten zum Einkommen selbst beurteilen. Die Schufa weiß das Einkommen nicht.

Das stößt auf folgende Kritik: Wenn jemand mehrere Kredite kurz hintereinander bei verschiedenen Banken anfragt (innerhalb von zehn Tagen), wird er für diesen Zeitraum von der Schufa gesperrt. Diese will ihn damit vor Überschuldung und die Kreditgeber vor einem Ausfall schützen. Doch eine Person, die sehr viel verdient, könnte sich das vielleicht leisten. Die Schufa-Auskunft ist also in dieser Hinsicht ungenau. An dieser Stelle setzen Anbieter wie der Kreditvermittler Maxda an.

Wie kann ein Unternehmerkredit von Maxda bei der Antragstellung ohne Einkommensnachweis helfen?

Die Experten des spezialisierten deutschen Unternehmens Maxda kennen die einschlägigen Probleme sowohl der Bonitätsbewertung durch Auskunfteien als auch der Einkommensnachweise von Selbständigen und Freiberuflern. Es gibt aber (vorrangig ausländische) Banken, die dennoch Kredite vergeben. Ein Kreditvermittler verfügt zu diesen über exzellente Kontakte und kann die Situation des Antragstellers dementsprechend darstellen, sodass es doch zu einer Kreditvergabe kommt. Das liegt auch daran, dass in anderen Staaten wie etwa der Schweiz Bonitätsbewertungen nach gänzlich anderen Kriterien wie in Deutschland durchgeführt werden.

Unternehmerkredit
Unternehmerkredit – Bild: Depositphotos Businessman working at modern office
@ ZaraMuzafarova

Allein die Datenerhebung durch Unternehmen wie die Schufa gibt es so in der Schweiz nicht, dort ist das Bankgeheimnis viel stärker verwurzelt und juristisch abgesichert. Dennoch vergeben natürlich auch Schweizer Banken nicht blindlings Kredite. Es muss gewisse Sicherheiten für die Rückzahlung von einem Schweizer Kredit geben.

Voraussetzungen für einen Unternehmerkredit für Selbständige

  • Der Kreditantragsteller muss darstellen können, dass er das Darlehen bedienen kann – auch ohne offiziellen Einkommensnachweis wie einen Gehaltszettel oder die Steuerabrechnung durch das Finanzamt. Ein Jungunternehmer könnte eine BWA seines Steuerberaters für die ersten Monate seiner Geschäftstätigkeit vorzeigen. Eine (positive) Prognose zur künftigen Entwicklung des Geschäfts ist in jedem Fall hilfreich.
  • Die Kredithöhe sowie die Rückzahlungskonditionen (Laufzeit, Ratenhöhe) müssen zum darstellbaren Einkommen passen.
  • Es muss Sicherheiten und/oder einen Bürgen geben. Der Bürge ist bei Kreditgebern am beliebtesten, wenn er ein pfändbares Einkommen erzielt. Bürgen müssen wissen, dass ihre Bürgschaft wiederum Auskunfteien gemeldet wird und damit für die Kreditlaufzeit ihre eigene Kreditwürdigkeit senkt. Die Bürgschaft wird fast so bewertet, als hätte der Bürge selbst einen Kredit aufgenommen.

Unter diesen Voraussetzungen kann, muss aber nicht die Kreditaufnahme von einem Unternehmerkredit für Selbständige ohne Einkommensnachweis gelingen. Die Grundannahme lautet hierbei, dass der Antragsteller durchaus ein Einkommen erzielt, es aber aktuell nicht offiziell darstellen kann. Er kann also nicht den klassischen Einkommensnachweis in Form von Gehaltsabrechnungen oder Steuerbescheiden vorlegen. Wer allerdings kein nennenswertes Einkommen erzielt und von Sozialleistungen lebt, kann kaum irgendwo einen Kredit aufnehmen. Es gibt manchmal einschlägige Angebote mit Wucherzinsen, doch davon ist abzuraten.

Unseriöse Kreditangebote erkennen und meiden

Auch werben einige Kreditvermittler mit Angeboten selbst unter unmöglichsten Voraussetzungen (kein Einkommensnachweis, negative Schufa) und verlangen für die Bearbeitung Vorkasse. Davon ist in jedem Fall abzuraten. Die Vorkasse ist weg, einen Kredit gibt es trotzdem nicht. Bei einer juristischen Auseinandersetzung würde der vermeintliche Kreditvermittler belegen, dass er sich nachhaltig, aber leider erfolglos um einen Kredit für den Antragsteller bemüht habe. Daher erhält dieser auch seine Vorkasse nicht zurück.

Dieses Geschäftsmodell ist leider legal, aber extrem anrüchig. Die Stiftung Warentest hat es schon vor Jahren untersucht und festgestellt, dass in Fällen, in denen Antragsteller eine Vorkasse entrichtet haben, nur ein niedriger einstelliger Prozentsatz (~2 %) von ihnen tatsächlich einen Kredit erhielt. Seriöse Vermittler nehmen keine Vorkasse, sie erhalten ihre Provision vom Kreditgeber. Der Kreditnehmer bezahlt diese freilich über erhöhte Zinsen, das muss ihm bewusst sein. Ein Kredit unter solchen Voraussetzungen kann nicht billig sein.

Unser Fazit zum Kredit für Selbständige ohne Einkommensnachweis

Ein Kredit für Selbständige ohne Einkommensnachweis können Jungunternehmer manchmal erhalten, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Sie sollten sich dafür an einen spezialisierten Vermittler wie Maxda wenden. Dazu verwenden Sie ganz bequem unseren Kreditantrag.